17. Februar 2013

SVG-Frauen sind Hallenkreismeister 2013

Diestelhorst führt SVG II zum Titel (GT 17.02.2013)

Hallenfußball-Kreismeisterschaft: Torhüterin pariert zwei Neunmeter im Finale gegen VfR Osterode


VoN RUPERT FABiG

Neuer Hallenfußball-Kreismeister der Frauen: die SVG Göttingen II mit Trainer Ufuk Döner (obere Reihe ganz rechts).
Theodoro da Silva

 

Göttingen. Mit zwei parierten Neunmetern hat Aino Diestelhorst der SVG II die Hallenfußball-Kreismeisterschaft der Frauen gesichert. Mit 3:2 triumphierten die Schwarz-Weißen in einem spannenden Endspiel erst nach Neunmeterschießen über den VfR Osterode. Gegen die zuvor starken Osteröder Stürmerinnen Annalena Knopf und Bianca Neumann war Diestelhorst auf dem Posten. „Wir müssen uns bei ihr für den Sieg bedanken“, sagte SVG-Trainer Ufuk Döner. Dabei ließ er außer Acht, dass Amelie Bruns diesen Erfolg mit ihrem späten Ausgleichstor zum 1:1 erst ermöglichte. Torschützenkönigin Neumann (5 Treffer) hatte den offensiv auftretenden VfR mit dem einzig zwingenden Angriff der Partie in Front gebracht. Die SVG – die sich auch in der Kreisliga mit Osterode ein hitziges Duell um Platz zwei liefert – verstand es aber besser, die freien Räume zu nutzen und wurde als einzig ungeschlagenes Team des Turniers dafür belohnt.

In der Vorschlussrunde standen sich die vier spielstärksten Kontrahenten gegenüber. Der VfR Osterode bezwang den RSV 05 knapp mit 3:2. Die SVG II hatte hingegen beim 3:0-Erfolg über den ESV Rot-Weiß II keinerlei Probleme. Kreisliga-Spitzenreiter RSV 05 musste sich mit Platz drei begnügen. Der sprang dank eines Doppelpacks von Caroline Bouter über den ESV Rot-Weiß II heraus, der zunächst durch einen abgefälschten Schuss von Rina Eisfeld in Führung lag. „Ich muss meine Elf loben. In der Liga kennen wir die Situation nicht, dass wir einen Rückstand umbiegen müssen“, lobte RSV-Coach Kevin Martin.

Magerkost wurde den knapp 200 recht verhaltenen Zuschauern – inklusive sämtlicher Spielerinnen – hingegen in der Vorrunde angeboten. Obwohl Staffelleiterin Helga Gahren zurecht lobte, dass im Vergleich zu den Herren kaum „gebolzt“ würde. Technische Unzulänglichkeiten verhinderten immer wieder den Spielfluss. Auch die Torfrauen hatten nicht ihren besten Tag erwischt. „Dennoch lässt sich festhalten, dass das Niveau von Jahr zu Jahr steigt“, so Gahren. Dafür sei in hohem Maß die gute Nachwuchsarbeit der SVG verantwortlich. Daher soll das Turnierformat auch in den kommenden Jahren beibehalten werden, so Spielausschussvorsitzender Alfred Bonenberger. „Schließlich stemmen wir mit 24 teilnehmenden Mannschaften das größte Turnier in ganz Südniedersachsen“, betonte der 72-Jährige. „Eventuell kommt sogar noch die ein oder andere Mannschaft hinzu.“ Einzig mit der Stimmung haderte Bonenberger ein wenig: „Der Zuspruch war zwar gut, aber in der Vorrunde war es richtig laut, weil der FC Niemetal das halbe Dorf mitgebracht hat.“
Gute Stimmung verbreitete Bonenberger selbst, indem er Gahren nach Ende des Turniers mit einem Blumenstrauß ehrte. „Sie hat dem Göttinger Frauenfußball ihren Stempel aufgedrückt wie keine Zweite.“ Die Auszeichnung als beste Torhüterin erhielt Saskia Anderson (ESV Rot-Weiß II), fairste Mannschaft war Tuspo Weser Gimte.

Gruppe A
1. RSV Göttingen 05 3 5: 2 7
2. ESV Rot-Weiß II 3 6: 4 6
3. SV Bad Lauterberg II 3 2: 4 4
4. TSV Landwehrhagen 3 5: 8 0

Gruppe B
1. SVG II 3 6: 1 9
2. VfR Osterode 3 10: 4 6
3. Tuspo Weser Gimte 3 4: 7 3
4. TSV Nesselröden 3 2: 10 0

Halbfinale
RSV 05 – VfR Osterode 2:3
SVG II – ESV Rot-Weiß II 3:0

Spiel um Platz 3
RSV 05 – ESV Rot-Weiß II 2:1

Finale
VfR Osterode – SVG II 2:3 n.N.

 

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