Staffellauf

Ebenfalls im Jahr 1953 fand in Göttingen ein Staffellauf statt, an dem sich auch Vereine ohne Leichtathletik-Abteilung beteiligten. Start und Ziel war in der Weender Straße am Markt. Der Rundkurs führte auch über den Friedländer Weg, wo der SVGer Willi Schuran, damals Spieler der 1. Fußballmannschaft, am Lyzeum (heute Hainberg-Gymnasium) auf seinen Einsatz wartete. Erstaunlicherweise führte die Staffel der SVG zu diesem Zeitpunkt das Feld an.

Nach der Übernahme des Staffelholzes rannte Willi Schuran los. Als Drittletzter seiner Mannschaft rannte er unaufhaltsam bis ins Ziel am Marktplatz, wo er als Erster eintraf. Es ist nicht überliefert, ob Willi S. seine beiden Mannschaftskameraden schlicht übersehen hatte oder ob die von ihm in vollem Lauf passierten Wechselbereiche zu unübersichtlich waren. Der Siegesfreude tat dieses natürlich keinen Abbruch. Mit anderen Worten: Ein Staffelholz ist eben doch etwas anderes als ein Fußball.

Polizeishow und Go-Cart-Rennen Ein wahres Volksfest erlebten ca. 2.500 Zuschauer im Juni 1970 im SVG-Stadion. Neben einer großen Polizeiausstellung, in der über den täglichen Dienst der Polizei und ihre vielfältigen Aufgaben informiert wurde, fand vor allem das dreistündige Showprogramm ein begeistertes Publikum.

Hauptattraktion war ein vom "motor-racing-club" veranstaltetes Go-cart-Rennen auf der Radrennbahn. Vorläufe, Hauptrennen, ein Damen- und ein Prominentenrennen - mit dabei Oberstadtdirektor Kurt Busch – standen auf dem Programm. Außer einem ziemlichen Lärmpegel erzielten die kleinen Flitzer beachtliche Geschwindigkeiten. Dazwischen zeigte eine Motorradstaffel der Polizei ihre zirkusreifen Attraktionen. Freihändiges Balancieren, eine Pyramide von sechs Polizisten auf einem Motorrad und andere waghalsige Darbietungen wurden mit großem Beifall bedacht. Auch die Vorführungen der Diensthundestaffel wurden begeistert aufgenommen. Zwei Hunde auf einem Motorrad, Spurensuche mit Hindernissen und ein "Schnauzballspiel" ließen ahnen, wie viel Übungs- bzw. Dressureinheiten erforderlich waren, um derartige Leistungen zu vollbringen.

Das niedersächsische Polizeimusikcorps rundete das Programm mit schwungvoller Marsch- und Unterhaltungsmusik ab. In bester Laune konnten die Zuschauer den Heimweg antreten, zumal das ganze einem guten Zweck diente; der Nettoerlös kam nämlich dem Christophorushaus zugute.

Altstadtfeste

In den achtziger und neunziger Jahren erfreuten sich die zum jährlichen Altstadtfest auf dem Wochenmarkt aufgebauten Stände der SVG großer Beliebtheit. Bei Gegrilltem, Bier, Torwandschießen und anderem mehr ging es jeweils zwei Tage lang richtig rund. Dies änderte sich erst, als die SVG aus nicht nachvollziehbaren Gründen von ihrem angestammten Platz ans andere Ende der Innenstadt verwiesen und der Spaß durch kostenträchtige Auflagen der Veranstalter zusätzlich vergällt wurde. Auch viele andere langjährige Standbetreiber haben sich danach nicht mehr am Altstadtfest beteiligt. Inzwischen ist diese schöne Fest (für immer ?) ganz eingeschlafen.

Schäferhunde auf dem "heiligen" Rasen

Ein bis dahin völlig ungewohntes Bild gab es im September 2001. Im Rahmen der Bundessiegerprüfung des Verbandes für Deutsche Schäferhunde wurden im Jahn-Stadion und im SVG-Stadion diverse Leistungsprüfungen durchgeführt. An der Veranstaltungstagen wollten immerhin ca. 15.000 Zuschauer dieses Spektakel miterleben.

Eine der Hauptprüfungen fand auf dem A-Platz der SVG vor ca. 3.500 Zuschauern statt. Das Erstaunlichste war dabei weniger die – erwartete – Disziplin der einzeln vorgestellten Hunde, sondern vielmehr die Tatsache, dass es während der Prüfungen im Stadion mucksmäuschenstill war - auf einem Fußballplatz ein wohl einmaliges Phänomen.